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WERKWANDEL 2_2022

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WERKWANDEL -Schwerpunktausgabe Nachhaltigkeit WERKWANDEL widmet Nachhaltigkeit eine Sonderausgabe und betrachtet die Aktivitäten rund um das Thema aus verschiedenen Perspektiven: Wie gehen kleine und mittlere Unternehmen mit den Anforderungen um? Wie wird ein Nachhaltigkeitszielbild entwickelt? Welche Zukunftstechnologien können nachhaltig zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen? Und wie unterstützen Wissenschaft und Verbände die Unternehmen?

WERKWANDEL 02/2022 UNTERNEHMENSPORTRÄT Fotoimpressionen aus dem Unternehmen | Fotos: © Enrico Markx/Jola Spezialschalter GmbH & Co. KG Integriertes Managementsystem Die Zahlen | Berichtsjahr 2020 Jolas integriertes Managementsystem beinhaltet UMSATZ die Themen Qualität, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit sowie weitere Aspekte. Es bietet den Rahmen, Veränderun- 4,79 Millionen Euro MITARBEITER gen und Erweiterungen von Prozessen sowie von Themen zielgerichtet umzusetzen. 57 PRODUKTFAMILIEN Menschen im Mittelpunkt Füllstandsmessung, Leckagedetektion, Endschalter, Die Mitarbeiter sollen bei Jola ihre Potenziale entfalten und durch Erlebnisse sowie Erfahrungen in Kühldecken-Regelgeräte ihrer persönlichen Entwicklung vorankommen. FERTIGUNGSSTÄTTE Lebenslanges Lernen ist Grundlage für Gegenwart Deutschland und Zukunft. www.jola-info.de → Autorin +49 211 542263-26 Christine Molketin M. A. Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ifaa — Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. Christine Molketin ist fasziniert von der Innovationskraft familiengeführter Unternehmen. 10

WERKWANDEL 01/2022 Vordenker Professor Alexander Sauer | Foto: © Rainer Bez/Fraunhofer IPA »In fünf Jahren werden wir eine signifikante Zahl von Gleichstrom-Fabriken haben« Im WERKWANDEL-Interview informiert Professor Alexander Sauer über das Projekt »DC-Industrie 2« — CO 2 -sparende Fabriken mit intelligenten Gleichstromnetzen. Die Fragen stellte Carsten Seim Herr Professor Sauer, wie sind Sie als Wissenschaftler zur Gleichstromfabrik gekommen? Alexander Sauer: Die Idee lag nahe, weil sie einfach war. Schaltschränke für die Steuerungen Wechselstrom-getriebener Produktionsanlagen sind immer warm. Der Grund: Wenn ein Elektromotor bremst, nimmt er Energie auf. Diese wird in den Schaltschränken traditionell über Widerstände in Wärme umgewandelt. Bei Elektroautos werden Bremsströme aber bereits genutzt — sie fließen zurück an den Fahrzeug-Akku. Das nennt man Rekuperation. Das brauchen wir auch in der Industrie, um energieeffizienter zu werden. Es gibt Industrieanlagen, die intern heute schon Rekuperation — die Wiederverwertung von Bremsenergie — leisten können. So verbrauchen beispielsweise Umformmaschinen in der Autoindustrie viel Strom, weil hohe Kräfte fürs Pressen und Bremsen notwendig sind; hier verwendet man innerhalb solcher Maschinen bereits Gleichstrom, um Bremsenergie direkt wiederverwenden zu können. Dieses Prinzip kann man auf das Gleichstromnetz einer ganzen Fabrik ausweiten. Wenn ein daran angeschlossener Motor abbremst, kann er seine Bremsenergie direkt wieder ins lokale Fabriknetz zurückspeisen. Und andere Maschinen im DC-Netz können dann auf die Bremsenergie zugreifen? Sauer: Genau! Man muss sich nur auf ein gemeinsames Spannungsniveau für alle Maschinen im Gleichstromnetz verständigen. Energiefressende Widerstände in den bereits erwähnten Schaltschränken von Wechselstromnetzen fallen damit weg. REKUPERATION Der Begriff »Rekuperation« (von lateinisch: recuperatio = Wiedererlangung beziehungsweise Wiedererwerbung) steht für technische Verfahren zur Rückgewinnung von Energie. 11

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