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WERKWANDEL 2_2022

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WERKWANDEL -Schwerpunktausgabe Nachhaltigkeit WERKWANDEL widmet Nachhaltigkeit eine Sonderausgabe und betrachtet die Aktivitäten rund um das Thema aus verschiedenen Perspektiven: Wie gehen kleine und mittlere Unternehmen mit den Anforderungen um? Wie wird ein Nachhaltigkeitszielbild entwickelt? Welche Zukunftstechnologien können nachhaltig zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen? Und wie unterstützen Wissenschaft und Verbände die Unternehmen?

WERKWANDEL 02/2022 Newsticker Bitkom-Umfrage: Corona hat Digitali sierung nachhaltig vorangebracht Vier von fünf Unternehmen haben eine Digitalstrategie in Prozent 100 90 80 70 60 50 96 96 86 85 90 86 83 81 74 81 76 68 71 61 64 57 2016 2018 2020 2022 Research 2022 Gesamt ab 500 MA 100–499 MA 20–99 MA Was Unternehmen fürs Energiesparen tun Nach einer im April veröffentlichten Umfrage von OnePoll rechnen 51 Prozent aller Unternehmen mit signifikant steigenden Energiepreisen und 33 Prozent mit moderat steigenden Kosten. Knapp drei Viertel der Befragten (73 Prozent) gehen davon aus, dass sich der Preisanstieg langfristig negativ auf ihr Unternehmen auswirken wird, wenn sich der Trend fortsetzt. Und wie reagieren die Betriebe? 89 Prozent ersetzen alle Leuchtmittel durch LED, 76 Prozent sensibilisieren ihre Mitarbeiter fürs Energiesparen. 67 Prozent verbessern die Gebäudeisolierung. Und 61 Prozent automatisieren die Beleuchtung. Zur Umfrage: reichelt elektronik hat mehr als 1000 Unternehmen in Europa — darunter 500 in Deutschland — befragen lassen. Quelle: Bitkom Jedes zweite Unternehmen erklärte laut einer in der zweiten Maihälfte veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom, Corona habe die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells beschleunigt. 83 Prozent der Betriebe (1102 ab 20 Mitarbeiter) gaben an, inzwischen über eine Digitalstrategie zu verfügen. 2018 waren es erst 68 Prozent. Für sieben von zehn Unternehmen zählen Videokonferenzen inzwischen zum Standard. Vor vier Jahren war es nur jedes Zweite. Befragt wurden Unternehmen ab 20 Mitarbeiter. Ergänzende Informationen → Foto: © beermedia/stock.adobe.com Deutsche Industrie im Auftragshoch — aber …! Nach einer Mitte Mai veröffentlichten Umfrage des ifo Instituts hat die deutsche Industrie mit ihrem Auftragsbestand einen Rekord erreicht. Das Auftragspolster beläuft sich nach ifo-Angaben auf viereinhalb Monate. Langfristig betrachtet liegt dieser Wert nur bei 2,9 Monaten. Den Wermutstropfen dieser an sich guten Nachricht kommentiert Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo-Konjunkturprognosen, wie folgt: »Der Auftragsstau spiegelt nicht nur die hohe Nachfrage nach deutschen Industriewaren in den vergangenen Monaten wider, sondern auch die Schwierigkeiten der Unternehmen, die bestehenden Aufträge aufgrund des Mangels an wichtigen Vorprodukten und Rohstoffen zeitnah abzuarbeiten.« Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Monaten (Auszug) Verarbeitendes Gewerbe (alle erfassten Branchen) 4,5 Automobilindustrie 7,4 Maschinenbau 6,5 Datenverarbeitungsgeräte 6,3 Elektrische Ausrüstungen 5,2 Quelle: ifo Konjunkturumfragen April 2022 und ergänzende Informationen → Redaktion: Carsten Seim 14

WERKWANDEL 02/2022 Newsticker Homeoffice-Nutzung sinkt trotz Ende der Pflicht zur Telearbeit kaum Der Anteil der deutschen Beschäftigten, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, ist nach einer im Mai veröffentlichten Mitteilung des ifo Institutes im April kaum gesunken — auf 24,9 Prozent gegenüber 27,6 Prozent im März: »Offenbar haben sich viele Unternehmen dauerhaft auf flexiblere Modelle eingestellt«, so das ifo Institut. Das Homeoffice-Potenzial liegt nach Berechnungen des ifo über die gesamte deutsche Wirtschaft bei 56 Prozent. Bei den Dienstleistern bleibt der Homeoffice-Anteil im Durchschnitt am größten. Er fiel auf 35,3 Prozent, nach 38,7 im März. 72,3 Prozent aller IT-Dienstleister arbeiten von zuhause aus, nach 76,8 Prozent im März. Ergänzende Informationen → Siehe auch ifaa-Checkliste zur Gestaltung mobiler Arbeit → Nutzung von Homeoffice (Anteil der Beschäftigten, die von zu Hause aus arbeiten im April 2022) Gesamtwirtschaft 24,9 % Dienstleistungen 35,3 % Verarbeitendes Gewerbe 16,3 % Großhandel 16,2 % Studie: Unternehmensentscheider und der Klimaschutz Ergebnisse einer Mitte April veröffentlichten Entscheider-Befragung der Schweizer Interroll Holding AG: 87 Prozent der deutschen Unternehmen sind bereits stark für das Thema »Klimaschutz« sensibilisiert. 69 Prozent der deutschen Firmen achten bei der Planung und Steuerung der Produktion und Logistik bereits auf die Energienutzung im Materialfluss. Einen noch höheren Stellenwert genießt jedoch der Energieverbrauch der einzelnen Produktionsbereiche (77 Prozent). Für die Studie »Energieeffizienz im Materialfluss« hat das Marktforschungsinstitut Schlesinger im Auftrag von Interroll 266 Führungskräfte mit C-Level-Bezug in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Spanien, Schweden, Frankreich und Italien online befragt. Ergänzende Informationen → Foto: © Peter Varga/stock.adobe.com Einzelhandel 6,4 % Bauhauptgewerbe 6,3 % »Was die Ampel jetzt anpacken muss« — neue Ausgabe des M+E-Magazins Mitte Mai erschien »Perspektiven — Magazin der Metall- und Elektroindustrie«. Titel: »Was die Ampel jetzt anpacken muss.« Das Magazin zitiert Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf: »Es ist richtig, Alternativen zu suchen für Energie aus Russland, frei von Risiken und Problemen ist das aber nicht. Jetzt holen wir noch mehr Energie aus dem Nahen Osten. Aber was ist, wenn es dort zu neuen Krisen oder Konflikten kommt? Kritisch ist auch, dass man so die Abhängigkeit von Russland gegen die Abhängigkeit von Ländern tauscht, die es mit den Menschenrechten alles andere als genau nehmen.« Knapp die Hälfte aller M-E-Unternehmen rechnet infolge des Ukraine-Krieges mit spürbaren Einbußen bei Umsatz und Gewinn, so eine Verbandsumfrage. Das Magazin zum Download → Foto: © Алесь Усцінаў/Pexels Ukrainekrieg: EU-Kommission korrigiert Wachstumsaussichten nach unten Folge des Ukrainekrieg: In ihrer Mitte Mai veröffentlichten Frühjahrsprognose korrigiert die EU-Kommission ihre BIP-Prognose für die gesamte EU und das Euro-Währungsgebiet auf real 2,7 Prozent im Jahr 2022 und 2,3 Prozent im Jahr 2023 herunter; im Winter 2022 war man noch von 4,0 Prozent und 2,8 Prozent (2,7 Prozent für das Euro-Währungsgebiet) ausgegangen. Für das Euro-Währungsgebiet erwartet die EU-Kommission eine Inflation von 6,1 Prozent im Jahr 2022 und 2,7 Prozent im Jahr 2023. Mehr → 15

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