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WERKWANDEL 2_2022

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WERKWANDEL -Schwerpunktausgabe Nachhaltigkeit WERKWANDEL widmet Nachhaltigkeit eine Sonderausgabe und betrachtet die Aktivitäten rund um das Thema aus verschiedenen Perspektiven: Wie gehen kleine und mittlere Unternehmen mit den Anforderungen um? Wie wird ein Nachhaltigkeitszielbild entwickelt? Welche Zukunftstechnologien können nachhaltig zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen? Und wie unterstützen Wissenschaft und Verbände die Unternehmen?

WERKWANDEL 02/2022 Wissenschaft direkt Bundesregierung fördert im Rahmen von Fachprogrammen Innovationen, die zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Nachhaltigkeit wird unter anderem in den Programmen Ernährung und Landwirtschaft, KMU, Mobilität, Schlüsseltechnologien sowie Klima, Energie und Nachhaltigkeit berücksichtigt. Fokussiert werden im Folgenden vor allem Fördermöglichkeiten für Forschung und Unternehmen im Bereich der Produktion. Diese sind im Fachprogramm Schlüsseltechnologien dem Themenfeld Wertschöpfung zugeordnet. Zukunft der Wertschöpfung Die Förderung von Forschung und Entwicklung im BMBF-Programm »Zukunft der Wertschöpfung« soll den Strukturwandel der Wertschöpfung, die Suche nach neuen Geschäftsmodellen und Organisationsformen sowie die Entstehung neuer Marktleistungen ermöglichen und begleiten. Umgesetzt wird das Programm in den folgenden Handlungsfeldern, die sich im Rahmen der Weiterentwicklung des Programms erweitern und verändern können: ›› Nachhaltigkeit der Wertschöpfung, › ›› Menschen in der Wertschöpfung, › › › ›› Ressourceneffizienz. › Dynamik von Wertschöpfungssystemen, › Geschäftsmodelle und Nutzenversprechen, › Soziotechnische und methodische Innovationen, › Vernetzung und Kollaboration sowie Aktuelle Bekanntmachungen in diesem Programm sind zum Beispiel: Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung Gefördert werden anwendungsorientierte Verbundprojekte, die das Zusammenwirken von Hochschulen, Unternehmen, Sozialpartnern und gegebenenfalls weiteren wichtigen Akteursgruppen erfordern. Die Bekanntmachung widmet sich der präventiven Arbeitsgestaltung, der Förderung Fördermöglichkeiten für Forschungsaktivitäten auf dem Feld der Nachhaltigkeit sind vielfältig und kaum überschaubar. Frank Lennings neuer Führungskulturen und den Kompetenzen, die den Umbau zu einer Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung zu den nachfolgenden Themenfeldern sollen für eine Dauer von fünf Jahren gefördert werden. Darum geht es im Einzelnen: ›› Arbeit flexibel und präventiv gestalten, › › innovative Führungskulturen in Unternehmen implementieren und ›› Kompetenzen für die Kreislaufwirtschaft entwickeln. Innovative Arbeitswelten im Mittelstand Gefördert werden Projekte, in denen eine neuartige Zusammenarbeit und Arbeit von Menschen mittels digitaler Werkzeuge im Vordergrund steht. Die Vorhaben sollen einen der drei prioritären Forschungs- und Entwicklungsbedarfe adressieren: ›› intelligente Bereitstellung von Wissen bei der Arbeit, ›› flexible Formen der Zusammenarbeit von Menschen in oder zwischen Unternehmen und ›› lebenslanger Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten im Unternehmen. Hinweise zu geeigneten Förderprogrammen und Förderorganisationen → Hinweise zu Auskunfts- und Beratungsmöglichkeiten → +49 211 542263 19 Dr. -Ing. Frank Lennings Leiter Fachbereich Unternehmensexzellenz ifaa — Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. Frank Lennings meint, dass die Zukunft der Arbeitswelt in enger und praxisnaher Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gestaltet werden muss. Kontakt zur Förderberatung »Forschung und Innovation« des Bundes Förderberatung »Forschung und Innovation« des Bundes Kostenfreie Hotline: +49 800 2623009 E-Mail: beratung@foerderinfo.bund.de Internet: www.foerderinfo.bund.de 32

WERKWANDEL 02/2022 Wissenschaft direkt Wissenschaft direkt Schematische Darstellung einer künftigen Fließbandproduktion von Elektrolyseuren | Foto: © Projektträger Jülich im Auftrag des BMBF BEGRIFFSERKLÄRUNG: ELEKTROLYSEUR Ein Elektrolyseur ist eine Vorrichtung zur Zerlegung von Wasser durch Elektrolyse in seine Grundkomponenten Wasserstoff und Sauerstoff. Grüner wird’s nicht — oder doch? Automatisierter Aufbau großskaliger Wasser-Elektrolyseure Ruhr-Universität Bochum — Projekte zu grünem Wasserstoff für die Energiewende Wasserstoff gehört zu den wesentlichen Elementen der Energiewende. Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) drei Wasserstoff-Leitprojekte mit bis zu 740 Millionen Euro. Das Ziel: Grüner Wasserstoff soll marktfähig werden. Die Ruhr-Universität Bochum ist hier forschend aktiv: Im Leitprojekt H 2 Giga leistet der Lehrstuhl für Produktionssysteme mit den Projekten HyPLANT100 sowie »Fertigung und Robotik« (FertiRob) einen Beitrag zur wirtschaftlichen Serienfertigung von Elek trolyseuren. Eine nachhaltige Zukunft durch grünen Wasserstoff Die Spaltung von Wasser (H 2 O) in Sauerstoff (O 2 ) und Wasserstoff (H 2 ) geschieht mithilfe sogenannter Elektrolyseure in einem chemischen Prozess. Dieser benötigt elektrische Energie. Wird bei der Umwandlung klimaneutraler Strom aus erneuerbaren Energiequellen verwendet, so entsteht der grüner Wasserstoff. Für die Industrie bietet grüner Wasserstoff großes Potenzial, einen Beitrag zur Dekarbonisierung (dem Abschied von fossilen Brennstoffen) zu leisten: Zum Beispiel kann Kohle in der Stahlindustrie ersetzt werden, oder chemische Prozesse können ohne fossile Energie auskommen. Durch 33

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