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Vordenker › Frank Voßloh (Viessmann) über die Energiekrise & mehr Arbeitswelt vor Ort › Zwei Jahre Corona und Kurzarbeit: Erfahrungen der M+E-Industrie Wissenschaft direkt › Mit KI das Wissen der Babyboomer sichern › humAIn work.lab — KI im Arbeitsalltag › Studie zum Innovationsmanagement › ifaa-Trendbarometer › Zukunftsgespräch: KMU-Einstieg ins Internet der Dinge Arbeitswelt gestalten › Digitale Personalakte › Normen für KI in der Arbeitswelt › Hybride Wertschöpfung spielerisch erleben › Neue Handlungshilfe zur psychischen Belastung

WERKWANDEL

WERKWANDEL 03/2022 UNTERNEHMENSPORTRÄT Automatische Baugruppenmontage bei Novopress und selbstfahrende Roboter im AutoStore-Lager. Fotos: Carsten Seim Mitarbeitende Verschiedene Qualifikationen von Ingenieuren über Logistik und Büro bis hin zu dual ausgebildeten und angelernten Werkern in der manuellen Montage. Zweischichtbetrieb (Früh und Spät). Langjährige Betriebszugehörigkeiten. Deshalb spielt der Arbeitskräftemangel für Novopress eine untergeordnete Rolle. Lieferketten Baugruppen-Lieferanten nur in Europa, nicht in Asien. Zwei-Lieferanten-Strategie und umfassende Lagerkapazität (7000 m 2 ), um Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Automatisierung Auf der Fläche ist viel manuelle Montage sichtbar. Die Montage von Baugruppen erfolgt teilweise automatisiert. Im AutoStore-Lager sind Kisten mit für die Herstellung erforderlichen Vorprodukten gelagert. Das Lager ist direkt an das ERP-System gekoppelt. Vom Computer aus fordert der Produktionsleiter aktuell benötigte Tranchen an. Auf Schienen selbstfahrende Roboter sortieren 24/7 die benötigten Vorprodukte und liefern sie aus. Hebehilfen erleichtern das Heben schwerer Kisten. FAKTEN ZU NOVOPRESS MEHRHEITSEIGNER Unternehmer-Familie Grohe MITARBEITER Autor +49 179 2043542 Carsten Seim Redakteur avaris | konzept Für Carsten Seim sind mittelständische Unternehmen wie Novopress das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. 180 PRODUKTE Pressen und Presswerkzeuge für Sanitär, Elektro und Bau ABSATZMÄRKTE Asien, Nordamerika, Australien, Neuseeland und Europa. Lieferung als OEM-Fertiger für Marken wie zum Beispiel Geberit und unter eigenem Namen an den Großhandel FERTIGUNGSSTÄTTE Deutschland 10

WERKWANDEL 03/2022 Vordenker Dr. Frank Voßloh | Foto: Carsten Seim Energiekrise, Lieferkettenprobleme, Fachkräftemangel, Homeoffice — was tun? Dr. Frank Voßloh ist Geschäftsführer der Viessmann Deutschland GmbH in Allendorf (Eder). Mit ihm sprach Carsten Seim über die drohende Rezession, die Energiekrise, Erfahrungen mit Homeoffice sowie über Strategien, die allgegenwärtigen Lieferkettenprobleme und dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Die Viessmann Gruppe ist mit einem Jahresumsatz von 3,4 Milliarden Euro ein weltmarktführendes Unternehmen auf den Feldern der Heiz-, Kühl- und Lüftungstechnik. Herr Dr. Voßloh, die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten in ihrer Ende September veröffentlichten Gemeinschaftsdiagnose im kommenden Jahr eine Rezession in Deutschland. Wie blicken Sie auf das kommende Jahr? Dr. Frank Voßloh: Für Unternehmen, die nachhaltige Klimalösungen produzieren, sieht die Lage trotz aller Unwägbarkeiten sicherlich besser aus — so auch bei uns. Das ökologische Bewusstsein der Menschen war noch nie so ausgeprägt wie heute. Viele Unternehmen und Privatkunden wollen derzeit nachhaltiger werden und planen deshalb auch, ihre veralteten Heizungsanlagen zu erneuern. Die Bundesregierung hat bereits vor zwei Jahren eine BAFA-Förderung aufgelegt — fossil raus, Wärmepumpen rein. Diese Förderung hat den Markt erheblich belebt. Der Ukrainekrieg und die Versorgungsunsicherheiten mit Gas treiben diesen Trend weiter. Ein Nadelöhr beim Übergang zu erneuerbaren Energien sind insbesondere die aktuellen Lieferkettenprobleme und der große Handwerkermangel. Aber generell zeigen die Wachstumsdaten unserer Wirtschaft nach unten. Wird das Konsequenzen für den Arbeitsmarkt haben? Dr. Voßloh: Ich teile da die Auffassung von Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit. Sie glaubt, dass der Arbeitsmarkt trotz bevorstehender Rezession vergleichsweise robust bleiben wird. Mit uns verbundene Gewerke suchen händeringend Fachkräfte. Großen Bedarf haben auch das Gesundheitswesen und beispielsweise Sicherheitsunternehmen. Der Arbeitsmarkt ist aus meiner Sicht von den eingetrübten Wachstumsaussichten für 2023 zumindest teilweise entkoppelt. Eine Rolle dabei spielt sicher auch das durch den demografischen Wandel verringerte Angebot an Arbeitskräften. 11

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