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WerkWandel_3_22

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Werkstatt nach der

Werkstatt nach der Überarbeitung im Sinne von 5S | Foto: Glencore 5S — wir konnten kurzfristig eine positive Veränderung bezüglich Ordnung und Sauberkeit verzeichnen. Wege verkürzten sich, Unfälle gingen zurück, Kosten konnten reduziert werden. Damit haben wir eine Grundordnung in der Produktionsstätte erreicht. Die Folge: Werkzeuge werden nicht mehr gesucht. Das spart viel Zeit. Auch erfreulich: Die Unfallgefahr hat sich reduziert. Wo waren die größten Herausforderungen? Die größte Herausforderung bestand darin, alle Mitarbeiter »abzuholen«! Nachdem das gelungen war, stellten sich schnell Erfolge ein. Wie haben wir das gemacht? Unter der Leitung von Ralph Conrad haben wir Workshops durchgeführt, in denen jeder Mitarbeiter mit dem Thema vertraut gemacht wurde. Durch die Bestimmung von Multiplikatoren gibt es in jeder Schichtgruppe einen Ansprechpartner für die Mitarbeiter. Es wurden aber auch immer wieder Gespräche mit den Mitarbeitern geführt, wenn es Unklarheiten oder Neuerungen gab. Gibt es erste Erfolge? Wir konnten kurzfristig eine positive Veränderung bezüglich Ordnung und Sauberkeit verzeichnen. Wege verkürzten sich, Unfälle gingen zurück, Kosten konnten reduziert werden. Die »low hanging fruits« wurden geerntet. Zu den »Früchten« zählen Ordnungssysteme, wie zum Beispiel Wandhalterungen für Werkzeuge an Arbeitsplätzen, an denen diese Werkzeuge ständig gebraucht werden. Außerdem wurden Regale und Lagerstätten beschriftet. Alle diese Maßnahmen konnten mit geringem Aufwand kostengünstig umgesetzt werden. Es besteht nun die Herausforderung, weitere Details und Großprojekte auszuarbeiten. Was erwarten Sie von der Zukunft? Von der Zukunft erwarte ich weiter rückläufige Unfallzahlen, Verbesserungen zum Thema Gesundheitsschutz und Kostenreduzierung. Ihr persönlicher Wunsch an die Arbeitswelt der Zukunft? Mein persönlicher Wunsch an die Arbeitswelt der Zukunft ist eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen mit einem Fokus auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Autorin +49 211 542263-26 Christine Molketin M. A. Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ifaa — Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. ZUR PERSON Frank Bremer ist seit 2017 Betriebsleiter der Bleiraffination bei der Nordenham Metall GmbH. Seit 1991 ist er für die NMG tätig. Christine Molketin ist überzeugt, dass 5S mit geringem Aufwand Produktivität und Sicherheit in Unternehmen verbessern kann. 08

WERKWANDEL 03/2022 Unternehmensporträt Novopress-Geschäftsführer Gert Rieger mit dem Produkt des Unternehmens. Dieses wird auch unter dem Markennamen Geberit vermarktet. Foto: © Carsten Seim UNTERNEHMEN Novopress GmbH & Co. KG TÄTIGKEITSFELD M+E-Unternehmen mit Sitz in Neuss/Nordrhein-Westfalen Produkte Pressen und Presswerkzeuge für das Sanitärgewerbe sowie die Elektro- und Bauindustrie. Hidden Champion 1969 gegründet, stellt die Novopress GmbH & Co. KG in Neuss Presswerkzeuge für das Sanitärgewerbe sowie die Elektro- und Bauindustrie her. Die Akku-betriebenen Geräte haben vorn eine Presszange aus speziellem Stahl. Geschäftsführer Gert Rieger: »Diese pressen Rohre mit einem Druck von bis zu acht Tonnen auf Fittings. So gelingen hochdichte Rohrverbindungen.« Das 180-Mitarbeiter-Unternehmen zählt zu den Weltmarktführern für Rohrverbindungstechnik. Die Novopress ist Trägerin des Hansepreiseses der Stadt Neuss. Know-How/F+E Der Maschinenbau-Ingenieur und Novopress- Mitgründer Helmut Dischler erfand 1972 die bis heute produzierten Presswerkzeuge. Sie brachten entscheidende Zeitvorteile bei Rohverbindungen. Das Unternehmen hält viele Patente und hat großes Know-how, was den speziell behandelten hochfesten Stahl seiner Presszangen angeht. Es beschäftigt 25 Konstrukteure. Novopress ist Entwicklungspartner für System-Hersteller. 09

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